Diktatur – Das geringere Übel?

Der Arabische Frühling hat viel verändert. Doch ich begrenze mich in diesem Text auf Libyen. Jahrzehntelang eine Diktatur, als brutaler Diktator Muammar Al-Gadaffi.

Im Jahr 2011 veränderte sich alles. Bürgerkrieg brach aus, die Menschen hatten genug von der Tyrannei und über 400 starben innert weniger Tage. Nach dem Fall von Tripolis floh der mächtige Mann, nach Sirte. Als er auch von dort zu fliehen Versuchte wurde er am 20. Oktober 2011 getötet. Der mächtigste Mann Libyens war zu einem kalten Stück Fleisch geworden, wurde vom Diktator zum Flüchtling zum Toten.

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Die SVP greift nach den Medien

Man könnte sagen, eine Tradition wird fortgesetzt, denn aktuell ist ein gewisser SVP-Politiker namens Walter Frey in den Schlagzeilen, weil er und einige Andere 230 mio Franken für die Boulevardzeitung Blick geboten haben. Die Weltwoche, eine Zeitung, gegründet 1933, die Jahrelang die Nazi-Ideologie gestützt hat und unterdessen herausgegeben wird von Roger Köppel, wobei dieser auch Chefredakteur ist. Dieser Mann ist unterdessen SVP-Politiker und sitzt für diese Partei seit 2015 im Nationalrat. Langsam kommt ein gewisses Muster zum Vorschein.

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Das justizielle Missverständnis

Zu oft habe ich in den vergangenen Woche, Monaten und Jahren in den Kommentarspalten sämtlicher Zeitungen, die ich lese, gelesen, dass die Bestrafung eines Straftäters nicht hart genug sei, Begriffe wie ‚Kuscheljustiz‘ sind gefallen, ‚die Opfer werden zu Täter‘ wurde geschrieben. Und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass ich wohl irgendwelche Grundlegenden Prinzipien nicht kenne, die allen anderen aber bekannt sind, doch wie ich herausfand war und ist dem nicht so. Es gibt diese Verwechslung, dieses Missverständnis, dass die Justiz so mit sich bringt: Es geht um den Unterschied zwischen Bestrafung und Resozialisierung.

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Die Eissphinx – Eine Rezension

Die Eissphinx ist ein Buch, dass man durchaus einfach so lesen kann, es empfiehlt sich aber zuvor ‚Der Bericht des Arthur Gordon Pym‘ zu lesen, verfasst von Edgar Allan Poe, denn bei Vernes Buch handelt es sich um eine Fortsetzung dieser Geschichte. Nötig aber ist es nicht, denn Poes Geschichte wird bei Verne ausführlich erklärt und zitiert. Leider ist das Buch meines Wissens nicht vom Verlag ‚Nikol‘ erhältlich, was bedauerlich ist, weil diese Bücher ein angenehmes Format haben und die Abbildungen der Originalausgabe darin vorhanden sind. Das Buch, das ich mir gekauft habe ist vom Hofenberg Verlag, und ist relativ grossformatig. Inhaltlich ist auffällig, dass der Text aus der deutschen Erstausgabe eins zu eins übernommen wurde, gar ohne Anpassung an zahlreiche Rechtschreibereformen, die seit dann stattgefunden haben.

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Keine Fremden Richter (Teil 2)

Um dort anzufangen, wo ich beim ersten Teil aufgehört habe, nenne ich den Europäischen Gerichtshof, basiert in Brüssel, EU-Hauptstadt und das Feindbild eines jeden SVP-Wählers (Ich selbst fand die Stadt ja ganz toll). Nun hat aber dieser Gerichtshof mit der EU nichts zu tun, nein, es ist gar eine Schweizer Richterin dabei. Helen Keller, geboren 1964 tätig beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte EGMR. Sie ist vielleicht einer der Gründe, wieso es mir umso wichtiger ist, dass die Initiative abgelehnt wird. Denn ich hatte vor über einem Jahr Gelegenheit mit ihr zu diskutieren, auch über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP. Denn erst von da an habe ich die Initiative im Auge behalten und mich auch aktiv darüber informiert.

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Keine Fremden Richter (Teil 1)

Lukas Bärfuss ist als Schriftsteller durchaus bekannt und ab und an tritt er auch in verschiedenen Fernsehsendungen auf. Erst letztens war er in der Arena zu Gast, wo über die Selbstbestimmungsinitiative diskutiert wurde. Diese Initiative ist allgemein eher bekannt als Initiative gegen fremde Richter, deswegen auch die Überschrift. Und die Anwesenheit des Herrn Bärfuss hat mich dazu gebracht diese Sendung mal wieder zu schauen, mag ich doch sonst die Arena nicht mehr so sonderlich, weil eine Diskussion selten stattfindet, viel eher ist es ein Kampf, ohne erbarmen, ohne Eingeständnisse oder Ähnlichem.

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Intertextualität

Intertextualität – zwischen den Texten, ist etwas, das ich liebe und mit dem ich mich immer mal wieder beschäftige, obwohl ich kein Literaturwissenschaftler bin. Um diesen Begriff kurz zu erklären: Er bezeichnet Anspielungen in Texten auf andere Texte. Eines der ersten Bücher, das ich las, bei dem mir eben dieses Phänomen zu Gesicht kam, war ‚Der Name der Rose‘ (Zu diesem Buch wird es von mir nie eine Kritik geben, vielleicht einen Verriss im besten Stile von Marcel Reich-Ranicki, denn wenn ich etwas nicht getan habe, dann das Buch gemocht. Trotzdem nutze ich es hier als Beispiel, weil es sich anbietet.). Es war einfach zu offensichtlich, als dass man es nicht hätte feststellen können, denn die Hauptperson nannte sich Adson von Melk, was sich fast liest und spricht wie Watson und sein Begleiter, der ganz zufällig Ahnung von Semiotik hat hiess William von Baskerville, was natürlich auf ‚Der Hund der Baskervilles‘ anspielt. Und wie schon angeschnitten, war gar die Rollenverteilung dieselbe, weil nämlich William im Stile von Holmes anhand von Spuren Schlüsse zog und Adson das ganze niederschrieb, als er später ein alter Mönch war. Das ist das auffälligste Beispiel das mir bekannt ist.

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Warum ich eines Politikers wegen Schwedisch lernte

Zugegebenermassen stimmt das so nicht ganz. Aber Schweden begann mich in den letzten Jahren zu interessieren, bedingt unter anderem durch die Lektüre von Mankells Romanen. Unterdessen habe ich sämtliche Wallander-Krimis im Regal stehen und nehme sie gern immer mal wieder hervor und lese darin. Und sobald man sich darauf achtet, wo einem Schweden überall über den Weg läuft, könnte man meinen es sei vorbestimmt (Schicksal könnte man sagen, wenn man daran glaubt).

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Wie Bernie Sanders Trump zum US-Präsidenten machte

Um es vorweg zu nehmen. Ich bin kein Gegner von Sanders, ganz im Gegenteil, hoffte ich doch, dass er einer der wenigen kompetenten US-Präsidenten werden würde. Vielleicht hätte demokratischer Sozialismus den USA gut getan.

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Midas – Das Beste von Dürrenmatt?

Dürrenmatt war bekanntlich sehr interessiert an der griechische Mythologie, so ist es kein Wunder, dass er auch ein Buch mit dem Namen ‚Midas‘ schrieb. Nur als kurze Erinnerung, Midas war derjenige, der laut Legende alles zu Gold machte, was er anfasste.

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