Der Trump-Effekt – Positiv für die Rechtsparteien?

Die Wahl von Donald Trump wurde von vielen als Schock empfunden, aber die Rechte Welle, die Europa zu überschwemmen begann, hat sie gefeiert. Experten prophezeiten Wahlsiege von Rechten Parteien, je nationalistischer desto erfolgreicher würden sie sein. Trump als Vorreiter, als grosse Identifikationsfigur für die frustrierten Wutbürger und als Profiteure die AfD, der Front National, die PVV, die SVP und die FPÖ.

Viele Wahlen stehen uns noch bevor, aber einige haben wir hinter uns gebracht, mit teilweise überraschenden Ergebnissen. In Österreich hat der Grüne Alexander van der Bellen die Wahl zum Bundespräsidenten gegen den FPÖ-Politiker Norbert Hofer gewonnen, mit grösserer Klarheit, als zu erwarten war. In der Schweiz wurde kein grosser Rechtsrutsch prognostiziert, aber in den kantonalen Wahlen hat die SVP nirgends gross gewonnen, in Basel ist der prognostizierte Sitzgewinn der grössten Partei ausgeblieben, die SP bleibt stärkste Kraft. Die SP ist dies neu auch im Kanton Freiburg. Eine Verschiebung nach rechts hat in der gesamtschweizerischen Übersicht kaum stattgefunden.

„Der Trump-Effekt ist alles andere als förderlich für die Rechtsparteien.“

Nun, man könnte sagen, der Trump-Effekt war alles andere als förderlich für die Rechtsparteien. Woran liegt das? Donald Trump hat seine Unberechenbarkeit gezeigt, Zeitungen berichten vermehrt, nicht nur über das, was der Mann sagt, sondern auch was er macht. Und plötzlich verschwinden in den Kommentaren die Trump-Befürworter, die kritischen Stimmen werden stärker. Trump ist ein unberechenbarer, egozentrischer, realitätsfremder, Möchtegerndiktator und in keinster weise ein Politiker, wie er im Buche steht. Grundsätzlich möchten viele Wutbürger Politiker wie ihn, aber er übertreibt dann doch, ist mehr eine Komödie, schlägt bloss über die Stränge und zeigt regelmässig seine Inkompetenz. Bei den rechten ist er unbeliebt, weil er zu viele ungeschützte Seiten zeigt, er ist nicht der unantastbare, starke Mann, wie Hitler es war.

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Was erwarte ich? Die Umfragen sind im Moment interessant, die Frage ist nur, wie gut sie sind, denn schon Churchill meinte: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.“

Aber wenn man sich nun trotzdem auf sie beruft, bildet sich folgende Übersicht: Die SPD ist massiv im Aufwind, die AfD verliert, ein ziemlich starker Linksrutsch bahnt sich an. In Frankreich wird Macron immer beliebter, Fillon und Le Pen haben mit Geschichten von veruntreuten Geldern zu kämpfen, die Sache wird knapper, als in den anderen Ländern aber ich bin zuversichtlich, dass Macron der nächste französische Präsident wird. In Holland, so habe ich heute in der ‚Zeit‘ gelesen, hat die PVV in Umfragen erstmals an Boden verloren, es ist also noch möglich, dass sie nicht zur stärksten Partei wird.

„Ich prognostiziere einen gesamteuropäischen Linksrutsch. Die Kehrtwende ist gekommen.“

Ich glaube, es wird keinen europäischer Rechtsrutsch geben, die Leuten reagieren auf das, was der global bekannteste Rechte Donald Trump tut und spricht und diese Reaktion ist den Rechten gegenüber alles andere als Positiv. Jetzt schlägt die Linke zurück und ich sage einen Trend voraus, der die nächsten Jahre andauern wird: Es wird einen Linksrutsch geben. Die Kehrtwende ist gekommen.

Unterdessen habe ich einige Texte vorproduziert, die nun in einem 2-Texte-pro-Woche-Rythmus erscheinen werde. Die Frage ist, wie lange ich das beibehalten kann, aber zumindest für die nächsten Wochen ist vorgesorgt.

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